Gail Levin: Edward Hopper

 

Gail Levin hatte schon eine Vielzahl von Büchern über Edward Hopper publiziert, darunter auch einen catalogue raisonné, der den von Lloyd Goodrich ablöste (obgleich dessen Leistung sicherlich größer war als die von Levin), bevor sie diese intimate biography schrieb. Eigentlich führt sie hier nur etwas fort, was Hoppers Frau im Alter vorhatte, nämlich 1.) eine Biographie ihrer Katze Arthur zu schreiben 2,) eine Biographie von Edward Hopper zu schreiben. Dies ist nicht die Biographie über die Katze Arthur. Die Autorin Gail Levin befindet sich beim Schreiben ihrer Biographie in einer einmaligen Position, sie ist die einzige, die Zugriff auf die Tagebücher von Jo Hopper hatte. Und so ist diese Biographie das Leben von Edward Hopper aus der Sicht von Jo Hopper, nacherzählt von Gail Levin. Irgendwie wäre es fairer für den Leser gewesen, die Biographie Jo und Ed Hopper zu nennen.

Eigentlich ist es im Grunde eine Biographie vom Leben und Fühlen von Hoppers Ehefrau, die als Künstlerin immer im Schatten ihres Mannes stand, auch wenn sie als Model für beinahe alle Frauen auf seinen Bildern diente. Jo Hopper hatte auch eine solche Biographie verdient. Auch wenn auf dem Buch wieder einmal der Names ihres Mannes steht. Als Biographie Edward Hoppers ist das Buch nicht unbedingt von wirklicher Qualität, aber als eine Art Wiedergutmachungsaktion an der Malerin Josephine Verstille Nivision ist es von großer Bedeutung.


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