Gruppenbild

Mario Praz: Conversation Pieces. A Survey of the Informal Group Portrait in Europe and America. 

Mario Praz ist Professor für Englische Literatur in Rom gewesen, und er hat als Fachgelehrter eine Publikationsliste, die in die tausende von Titeln geht. Er hat auch eine Vielzahl englischer und amerikanischer Schriftsteller persönlich gekannt, über die er geschrieben hat. Sein Buch The Romantic Agony (dt. Liebe, Tod und Teufel: Die schwarze Romantik) ist zu einem verbreiteten Klassiker der Literaturwissenschaft geworden. Und es gibt noch einen zweiten Mario Praz, den Kunstsammler, der in einem italienischen Palazzo wohnt und der alles über Möbel von Empire und Regency weiß. Das Buch Conversation Pieces ist eine Übersetzung eines italienischen Titels für die Pennsylania University Press (in England erschien es bei Methuen), und es ist absolut einmalig. Niemals zuvor hat es eine kunsthistorische Betrachtung des Gruppenportraits von solcher Bandbreite gegeben. Über 380 Bildbeispiele aus der Welt der Bourgeoisie präsentiert Mario Praz, viele davon selbst professionellen Kunsthistorikern unbekannt. Diese Bilderwelt der Aristokratie und des Bürgertums, mit Kindern, mit Frauen, Musikinstrumenten, Pferden und Hunden hat sich von den Anfängen dieser Gattung, der sacre conversazione ein wenig entfernt. Aber dies ist eines der schönsten (und auch amüsantesten) Werke zur Geschichte der europäischen (und amerikanischen) Kunst.

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