Mondnacht

Ich hatte da noch das Bild Mondnacht im Kieler Hafen von Julius Fürst gespeichert. Hatte ich wiedergefunden, als ich über ➱Lilli Martius recherchierte, die hat nämlich über dieses Bild etwas geschrieben. Sie hat ja beinahe über jeden Schleswig-Holsteinischen Maler geschrieben, nur ➱Richard von Hagn hat sie nicht so recht interessiert. Julius Fürst ist in diesem Blog schon einmal in dem Post ➱Provisorische Regierung erwähnt worden.

Da habe ich auch schon auf auf das schöne Bild Mondnacht im Kieler Hafen hingewiesen. Es gibt von Julius Fürst ganz scheußliche Bilder, aber es gibt auch solche Bilder wie die Mondnacht oder dies vom grünen Bootshaus des Ersten Kieler Ruder-Clubs von 1862, in dem man den Einfluss der französischen plein air Malerei sehr schön sehen kann. Ich weiß nun nicht, ob das da oben im grauwolkigen Himmel die Sonne oder der Mond sein soll. Es könnte natürlich sein, dass unsere Ruderer erst im Mondlicht zurückkehren. Für Freunde dieses Sports und Leser von Three Men in a Boat habe ich in diesem Blog auch etwas, nämlich den Post ➱Ruderverein.

Wenn ich ein Gedicht für das Bild Mondnacht im Kieler Hafen (oder für Georg Burmesters untergehenden Mond über der Kieler Förde) suchen sollte, dann fällt mir natürlich als erstes ➱Eichendorffs Mondnacht ein. Die gab es aber hier schon in dem Post ➱Vollmond. In dem auch die wunderbare kleine Anekdote über den ➱Cricket Schiedsrichter Dickie Bird steht. Und im Post ➱Ludwig Pfau kommt die Mondnacht auch schon vor.

Nein, es musste etwas Neues her. Wenn ich nur wüsste, wie das Gedicht hieß, bei dem der Mond im Mast eines Schiffes zu hängen scheint. Das erforderte einiges Suchen. Was das Gedächtnis nicht kann, das kann das Internet. Ich fand den Text relativ schnell, es ist Thomas Ernest Hulmes Gedicht Above the Dock:

Above the quiet dock in midnight,

Tangled in the tall mast’s corded height,

Hangs the moon. What seemed so far away

Is but a child’s balloon, forgotten after play

Diese ➱Abbildung habe ich auf einer Seite des Duos ➱The Wraiths gefunden, die wirklich hübsch gemacht ist. The Wraiths sind eine interessante ➱Band aus Bristol, die Gedichte mit akustischer Musik serviert. Der englische Dichter ➱Hulmes steht am Anfang einer Bewegung, die man Imagimus nennt. Die Imagisten haben zwar den Mond nicht erfunden (wie F.S. Flint sagte: we have never claimed to have invented the moon. We do not pretend that our ideas are original), aber sie haben ihn häufig verwendet. So auch die berühmte Hilda Doolittle, die ihre Gedichte mit H.D. signierte, in ihrem Gedicht The moon in your hands:

If you take the moon in your hands

and turn it round (heavy, slightly tarnished platter),

you’re there;


if you pull dry seaweed from the sand

and turn it round

and wonder at the underside’s bright amber,

your eyes


look out as they did here

(you don’t remember)

when my soul turned round,

perceiving the other side of everything,

mullein leaf, dogwood leaf, moth wing

and dandelion seed under the ground.

Sie können natürlich auch noch den Post ➱Luna de miel lesen. Lohnt eigentlich nur wegen des Songs von ➱Zahara. Muss ich noch sagen, dass heute Vollmond ist?

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