Janosch

 

Das wird heute ein ganz kurzer Post: Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, lieber Janosch! Der Mann, der so vielen Menschen eine Freude gemacht hat, wird heute 85 Jahre alt. Ich kann mich deshalb kurz fassen, weil es hier schon vor fünf Jahren einen Janosch Post mit dem Titel ➡Tigerente gegeben hat. Das ist ein Post, der schon beinahe 10.000 Leser gefunden hat. ➱Sempé hat nur die Hälfte, sein Kollege ➱Desclozeaux kommt auf mal gerade auf tausend Leser.

Völlig abgeschlagen ist ➱Ronald Searle, woraus ich schließe, dass meine Leser nicht wie ich mit den schrecklichen Gören von St Trinian’s und Nigel Molesworth groß geworden sind. Da haben Sie noch etwas zu entdecken. Weil man durch das Lesen immer etwas entdecken kann, wie dieser Cartoon von Desclozeaux zeigt. Janosch würde zu diesem etwas anzüglichen Bild sagen: Der etwas ältere Mensch ist nicht mehr gefährdet durch die Nachstellungen weiblicher Frauen. Weil sie wissen, dass der verstorbene Geschlechtstrieb so leicht nicht mehr zu erwecken ist. Und er selbst, also der ehemalige Sexbereite, vergisst nach und nach seine Sexwilligkeit und erspart sich damit viel Ärger. Wenn er nicht mehr daran denkt, was ihn bis da ja völlig ausfüllte, kann er sich endlich mit vernünftigen Denkthemen beschäftigen. Oder er kann etwas lesen.

Janosch, der ebenso wie Jean-Pierre Desclozeaux in seinen Zeichnungen nicht immer jugendfrei ist, ist ein philosophischer Mensch. Die Süddeutsche, zu deren Magazin er jede Woche etwas beiträgt, hat ihn vor fünf Jahren Deutschlands größten Kindheitsphilosoph genannt. Wir streichen mal eben das Kindheit und nennen ihn einen Philosophen, denn er hat uns immer etwas zu sagen: Du kannst auf dieser Welt nur leben, wenn Du sie zu Deiner Geliebten machst. Sie mit diesen Wundern und Grausamkeiten annimmst und zwischen beiden das Gleichgewicht findest. Sonst wirst Du sie nicht so verlassen können, wie Du es vorhast – laut lachend auf einem silbernen Vogel fliegend und bis zum Rand erfüllt mit allem, was sie Dir zu bieten hatte.

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