Tiermaler

Der englische Maler James Ward ist heute vor 160 Jahren gestorben, er wurde neunzig Jahre alt. Der deutsche Wikipedia Artikel weiß über ihn nicht so viel zu sagen: James Ward war hauptsächlich als Tierzeichner, aber auch als Schlachten- und Genremaler tätig. Viele seiner Zeichnungen mit Tieren sind durch Kupferstiche bekannt geworden, gesammelt in einem von John Boydell 1805 veröffentlichtes Werk. Im Auftrag der Britischen Regierung, malte er eine gigantische allegorische Darstellung der Schlacht bei Waterloo, die bis heute verschollen ist. Außerdem schuf er mehrere Genrebilder, darunter Szenen mit Schmugglern und Wilddieben. 1811 wurde er Mitglied der Londoner Akademie. Seine Enkelin Henrietta Ward, ebenfalls Malerin, heiratete 1848 den Maler Edward Matthew Ward. Sein Ur-Enkel Leslie Ward wurde unter dem Pseudonym Spy ein bekannter Karikaturist der Zeitschrift Vanity Fair

Als ich das las, war ich ein wenig irritiert, weil in dem Lexikonartikel James Wards Hauptwerk überhaupt nicht erwähnt wurde. Und damit meine ich nicht seinen View in Tabley Park, der in der Tate Gallery hängt. Da sind natürlich auch Tiere drauf, ein kleiner gotischer Turm (den Turner auch einmal gemalt hat) und ein schöner Himmel, der ein wenig an John Constable denken lässt. Offensichtlich beherrschte der Künstler noch etwas anderes als die Tiermalerei

Tiermaler in England zu sein, ist ein einträgliches Geschäft, da gibt es viele, die sich darauf spezialisiert haben. An den großen George Stubbs, der hier schon zwei Posts hat (Bildbeschreibung und George Stubbs), kommt allerdings keiner der englischen Tiermaler heran. Und deshalb lasse ich mal die ganzen schönen Pferde weg und komme zu dem Bild, das der deutsche Wikipedia Artikel nicht erwähnt.

Es heißt Gordale Scar und wurde für den Lord Ribblesdale gemalt, auf dessen Grund und Boden sich diese Schlucht von Kalksteinfelsen befand. Das Bild hat hier schon einen ausführlichen Post, der zu stillen Freude des Bloggers viele tausend Mal angeklickt worden ist. Und hoffentlich heute noch mehr Leser findet. Wenn Sie noch mehr über das Bild wissen wollen, dann kann ich Ihnen den Ausstellungskatalog der Tate Gallery von Edward J. Nygren James Ward’s Gordale Scar: An Essay in the Sublime empfehlen.

Über jay

Literatur-Kunst-Film-Mode-undsoweiter
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s